Heute war ich bei der Blutspende, yeaaar.
Wer das Thema Blut nicht mag, sollte vielleicht nur den oberen Teil lesen.
Dabei ist dann folgendes geschehen:
Kerl macht Schnelltest meines Blutes, der Eisenwert ist 12.3. Die Grenze liegt bei 12.5. Also darf ich nicht spenden, denke ich. Der Typ macht ein grummeliges Geräuscht und schreibt "12.5" auf meinen Bogen, sodass ich doch spenden darf.
Theoretisch darf er das nicht. Theoretisch habe ich heute
unerlaubt mein Blut hergegeben. Praktisch sei das alles ja nicht so schlimm. Näch? Und irgendwie würde ich mich ja auch stark ärgern, wenn man die 500ml vernichtet, die ich da mühsam in die Plastetüte gequetscht habe. Mein schönes Blut!
Würde ich ihn jetzt im Nachhinein anzeigen? Nein. Obwohl es mich schon sehr wütend macht, dass da jemand so schlampig arbeitet.
Und nicht nur das, er ließ auch einen Kommentar los, über den ich, falls überhaupt als Witz gemeint, nicht lachen konnte. Momentan bekommt man nach 3 Spenden in einem gewissen Zeitraum ein
Geschenk vom DRK. Entweder einen schlichten Einkaufskorb oder ein schweizer Taschenmesser, jeweils mit Aufdruck, sodass man seine Spendabilität was Blut angeht auch immer schön zur Schau stellen kann
(der Verband hält schließlich nie lang genug, um es auch schön allen zu demonstrieren). Ich bin jung, wollte das Messer für Festivals, Bierflaschen und sonstige Gelegenheiten, hilfreich ist es ja fast immer. Der Tolle Herr K, der so gut meine Eisenwerte gefälscht hat, erwiderte auf meine
"Ich nehme das Taschenmesser"-Entscheidung bloß ein
"Sie sind ne Frau, Sie kriegen des nich. Nehmen Sie'n Korb." Also mal ehrlich. Ich finde die ganze Sexismus-Aufschreierei teils echt übertrieben und beachte oder bemerke den "täglichen Sexismus" auch kaum
(vielleicht einfach weil ich es gewohnt bin, blöd angegangen zu werden? Oder weil ich zum Glück keine Beauty bin, der jeder seine Nummer und sein Ding zu- und reinstecken will?), aber wenn mir dann so ein Landmensch mit so einem dämlichen Spruch kommt.. Ehhh? "Sie sind nen Mann, sie dürfen mich nicht nach meiner Adresse fragen! Mir doch egal, ob Sie die zur Überprüfung meiner Spenderdaten brauchen! Pfüh!"
Aber in einem solchen Moment fällt einem ja nichts tolles oder Schlagfertiges ein, weshalb ich bloß auf mein Messer beharrte. Seine ach so nett-süße Aussage von wegen
"Aber dann schneiden Sie sich in den Finger und können gar kein Blut mehr spenden!" habe ich ignoriert. Letztendlich hab ich das Messer doch noch bekommen. Er schaute recht widerwillig drein. All die Männer in der Schlange vor mir haben übrigens den
Korb genommen. Haha.